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Alternative Bestattungsformen:

Für die Bundesrepublik schreibt das Bestattungsgesetz vor, dass Asche der Beisetzungspflicht unterliegt und auf einem Friedhof oder einer speziell dafür bestimmten Fläche beigesetzt oder ausgestreut werden muss - die Ausnahme stellt hierbei die Seebestattung dar.

In den letzten Jahren hat sich ein umfangreiches Angebot an alternativen Bestattungsformen entwickelt:

  • Mensch- Tier- Bestattungen: Die enge persönliche Bindung vieler Menschen an ihr Haustier findet zwischenzeitlich ihren Ausdruck zunehmend im Bestattungswesen. Viele Tierbesitzer fühlen sich mit ihrem Haustier so eng verbunden, dass sie auch nach dem Tod mit ihm vereint sein möchten. Auf dem Friedhof in Braubach bei Koblenz werden gemeinsame Gräber für die Asche von Menschen und Tieren angeboten.
    Weitere Informationen zu den verschiedenen Grabarten und Kosten erhalten Sie bei uns in einem Beratungsgespräch.

  • Diamantenpressung/ Diamantbestattung: Menschliche Krematoriumsasche wird in einen synthetisch hergestellten Diamanten umgewandelt. Der hierdurch entstandene Rohdiamant wird durch Schliff und Politur zu einem Schmuckstück veredelt. Die Preise für einen Gedenkdiamant liegen je nach Karat bei 5.000 Euro bis 15.000 Euro.

  • Himmelsbestattungen: In einer speziell konstruierten Kapsel wird die Asche des Verstorbenen an einem Heliumballon befestigt und in 30 Kilometer Höhe transportiert. An der Grenze zum Weltall öffnet sich die Kapsel und verstreut die Asche im Himmel, wo sie sich im unendlichen Raum auflöst. Eine Kamera hält den Aufstieg und die letzte Zeremonie fest und gelangt an einem Fallschirm wieder zur Erde. Die Kosten hierfür betragen etwa 3.000 Euro.

  • Luftbestattung: Die Asche wird - auf Wunsch im Beisein von Angehörigen - von einem Heißluftballon aus verstreut. Diese Bestattungsart ist jedoch in Deutschland nicht gestattet, diese wird im Elsass ausgeführt. Die Kosten für eine solche Luftbestattung betragen ca. 1.000 Euro.

  • Weltraumbestattung: 8 Gramm Asche werden in einem speziellen Bestattungssateliten platziert, dieser Satellit umkreist einige Jahre die Umlaufbahn und verglüht beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Die Kosten für eine solche Weltraumbestattung belaufen sich auf ca. 11.000 Euro.

  • Mondbestattung: Es werden einige Gramm Asche mit einer Rakete zum Mond befördert und dort beigesetzt. Da die Flüge nur recht selten stattfinden, muss hier eine lange Wartezeit einkalkuliert werden, die Kosten für diese Mondbestattung belaufen sich auf ca. 25.000 Euro.

  • Gletscherbestattung: Der Kunde hat die Wahl zwischen einer Gletscherbachbestattung, bei der die Asche an der Gletschermoräne ins weiss-schimmernde Gletscherwasser gestreut wird und von dort mit dem Fluss bis ins Meer gelangt. Die Alternative hierzu ist die Gletscherbestattung - hierbei wird die Asche mit einem Helikopter au den gewünschten Gletscher gebracht und dort ins ewige Eis eingebettet.

    Die Kosten für eine Gletscherbachbestattung betragen etwa 630 Euro, die Preise für eine Ascheverstreuung auf dem Gletscher belaufen sich - je nach Flugzeit - auf etwa 1.700 Euro.

  • Promession: Die Promession ist ein mittels Gefrierung beschleunigter Prozess, der die organische Umwandlung des menschlichen Körpers vollzieht. Der Körper wird zu einer organischen Materie, die trocken, geruchlos und schadstofffrei der Natur als Humus zurückgegeben wird. Dieses Verfahren wird zur Zeit in Schweden weiterentwickelt.

    Der Sarg und die Überreste werden in 60-80 cm Tiefe bestattet und sollen sich innerhalb von sechs bis zwölf Monaten zu Humus zersetzen. Nach den Vorstellung der Entwickler kann hierauf eine auf das Grab gesetzte Pflanze wachsen und für die Hinterbliebenen den biologischen Lebenszyklus veranschaulichen.

  • Resomation: Als weitere umweltfreundlich und kosteneffektive Alternative zu Erd- und Feuerbestattungen gibt es die Resomation. Der Verstorbene wird in einem Druckbehälter aus Edelstahl bei Temperaturen von 150-160° Celsius durch eine Lauge binnen weniger Stunden zersetzt.

    Dieses Verfahren wist in den USA bereits im Einsatz. Nach dem Prozess, in dem der Körper in seine elementaren Bestandteile zersetzt wird, verbleibt nur noch das Knochengerüst als Bioasche.